Die eingesetzten Vorschaltgeraete sind, unabhaengig davon, ob KVG oder WG, induktive Vorwiderstaende.
Sie stellen die Spannung und den Strom auf den fruer die Lampe vorgegebenen Wert ein.
Gegenueber ohmschen Vorwiderstaenden wird jedoch wesentlich Energie eingespart.
Um die Versorgungssysteme aber nicht unnoetig mit Blindstroemen zu belasten und die Verluste in
den Systemen zu minimieren, ist es notwendig, die Blindleistung zu kompensieren.
Dies geschieht durch Einsatz von Kondensatoren.

Es gelten die Aufdrucke auf dem Vorschaltgeraet�, soweit nicht in der Naehe des Befestigungswinkels
fruer den Kondensator ein anderer Wert ausgewiesen wird. Ein besonderes Augenmerk ist auf die
vorgegebene Kapazit� bei Reihenkondensatoren zu legen. Hier duerfen keinesfalls abweichende
Werte eingesetzt werden. Selbst geringe �aenderungen nach oben oder unten fuehren bereits zu �ueberlastung von Lampe, Vorschaltgeraet und Kondensator oder zu Startschwierigkeiten der Lampe.

Bei Reihenkompensation ist mit verlaengerten Zuendzeiten, besonders bei Kompaktleuchtstofflampen,
zu rechnen. In Deutschland wird hauptsaechlich die Reihenkompensation verwendet.
Dies hat seine Gruende darin, da�je zwei gleichartige Lampenstromkreise mit nur einem Konden-
sator kompensiert werden (Duo Schaltung).

Bei der Parallelkompensation hingegen wird im allgemeinen jeder Lampenstromkreis kompensiert.
Dies bedeutet, da�bei den meisten Installationen doppelt soviele Kondensatoren benoetigt werden.
Ausnahmen bilden hier zweiflammige Leuchten, die mit einem Parallelkondensator doppelter
Kapazit� ausgeruestet werden. Parallelkompensation wird vorzugsweise bei Kompaktleucht-
stofflampen kleiner Leistung, bei Leuchten fruer niedrige/hohe Umgebungs- temperaturen, bei
Leuchten fuer Hochdrucklampen sowie bei Leuchten mit vollelektronischen Startern verwendet.
Weiterhin muss�ggf. bei der Parallelkompensation vor den Leuchten eine Tonfrequenzsperre ein-
gesetzt werden, um Rueckwirkungen auf Rundsteueranlagen zu vermeiden.
Der erforderliche Funkentstoerkondensator kann bei Parallelkompensation entfallen.

Durch Verbesserung der Empfindlichkeit von Rundsteuerempfaengern ist es inzwischen moeglich,
Leuchten in Parallelkompensation zu betreiben, ohne die Rundsteueranlagen zu stoeren.
Im Zusammenhang mit dem europaeischen Binnenmarkt ist in Zukunft verstaerkt mit parallel
kompensierten Leuchten zu rechnen.

Lampenleistung

seriell (+-4%)

parallel (+-10%)

TC 5,7,9,11 W

nicht anzuwenden

2,0 / 250V

TC-DD 105 / 10 W

nicht anzuwenden

2,0 / 250V

TCD 10,13,18 W

nicht anzuwenden

2,0 / 250V

TC-DD 140 / 16 W

nicht anzuwenden

2,0 / 250V

2 x TC 5,7 W (Tandem)

nicht anzuwenden

2,0 / 250V

2 x TC 9 W    (Tandem)

nicht anzuwenden

1,5 / 250V

TCL 18 W

2,7 / 480 V

4,5 / 250 V

TC-DD 140 / 21 W

nicht anzuwenden

3,0 / 250 V

TCL 24 W

2,7 / 480 V

3,0 / 250 V

TCD 26 W

2,5 / 480 V

3,0 / 250 V

TCL 36 W

3,4 / 450 V

4,5 / 250 V

TC-DD 205 / 28 W

2,5 / 480 V

3,0 / 250 V

TC-DD 205 / 38 W

3,4 / 480 V

4,5 / 250 V

15 W

nicht anzuwenden

4,5 / 250 V

2 x 15 W   (Tandem)

2,9 / 480 V

4,5 / 250 V

18 W

2,7 / 480 V

4,5 / 250 V

2 x 18 W   (Tandem)

3,4 / 450 V

4,5 / 250 V

30 W

2,9 / 480 V

4,0 / 250 V

36 W         ( 970 mm )

4,3 / 450 V

6,0 / 250 V

36 W         ( 1200 mm )

3,4 / 450 V

4,5 / 250 V

38 W         ( 1047 mm )

3,4 / 450 V

4,5 / 250 V

58 W

5,3 / 450 V

7,0 / 250 V

Kompensationsschaltungen

http://www.selfmadeworksystems.de
Last update 08.10.2010